KAUFHAUS "AKAZIENHÖFE" - Entwicklungsstudie für einen vorhandenen Discounter-Standort

Das Falkenseer Stadtzentrum ist unterentwickelt. Zum einen soll nach langwieriger Klärung von Eigentumsverhältnissen und Erlangung von Planungssicherheit in Erschließungsfragen eine Nachverdichtung zur Schaffung von Wohnraum erfolgen. Außerdem fehlt es laut Einzelhandelsgutachten an zentralen Einkaufsmöglichkeiten für die Anwohner und Berufspendler. Auf der Nordseite der markanten ICETrasse befinden sich bereits die historischen Wurzeln, Verwaltungssitze sowie infrastrukturelle Einrichtungen (Busbahnhof, Park&Ride-Platz). Für die Etablierung eines EKZ schlagen wir die Weiterentwicklung des städtebaulich unbefriedigenden „Akazienhofes“ vor, der in der Gestaltung eines straßenbegleitenden Kaufhauses die vorhandene Lücke an der Bahnhofstraße schließt. Im Zusammenwirken mit angelagerten Parkhäusern kann der Gebäudekomplex schallschützend für die nordöstlich geplante Wohnbebauung sein.

Projektdaten
Auftraggeber:
 ­
Initiantiv-Projekt
(im Rahmen der Diskussion zum geplanten
Neubau eines EKZ am Rande
des Stadtzentrums und dem Bedarf an
zentrumsnahen Wohnbauflächen )
Bearbeitung:
2014
Leistungen:
Städtebauliches Konzept
 ­
0910_01_Innenfoto_Kaufhaus
0911_03_Modell-01
0911_02_Schwarzplan

Wiederum liegen auf der Südseite der ICE-Trasse ca. 35.000qm Bauland brach, welches bei effektiver Planung ca. 700 Wohneinheiten Platz bieten könnte. Die Gründstücke südlich der Bahntrasse sind insbesondere interessant für den Wohnungsbau, da die Grundrisse ohne größere Schallschutz-Maßnahmen geplant, gebaut und bewohnt werden können. Dies hat Vorteile für den Wohnkomfort und die Kosten gegenüber dem Wohnungsbau nördlich der Bahn in Falkensee.

Seit 2013 plant ein Investor auf dem ehemaligen Trafo-Werk-Gelände (südlich der ICE-Trasse) den Neubau des EKZ „Seecarré“ mit bis zu 27.000 qm Verkaufsfläche.
Sollte es zu einer Realisierung kommen, bleibt für Falkensee zu befürchten, dass dem schwachen nördlichen Zentrum die Entwicklungschancen entzogen werden und zentrumsnah zu wenig geeignete Wohnbauflächen zur Verfügung bleiben.